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Wolf, Hubert

Zölibat

16 Thesen

Der Z?libat verpflichtet katholische Priester zur Ehelosigkeit. Trotz sexuellem Missbrauch durch Priester wird er bis heute als ein Grundpfeiler der Kirche verteidigt. Hubert Wolf zeigt dagegen, dass der Z?libat gar nicht so alt ist und es heute bereits verheiratete Priester gibt. Er hinterfragt die diversen Begründungen und findet gute Gründe dafür, den Z?libat endlich abzuschaffen. Sein kirchenhistorisch profunder, glasklar argumentierender Weckruf sollte auch im Vatikan geh?rt werden.

Die Ehelosigkeit der Priester wurde mit ihrer kultischen Reinheit begründet. Sie diente dem Schutz der Kirche vor Erbansprüchen legitimer S?hne und sp?ter zur Abgrenzung von den Protestanten. Noch von Johannes Paul II. wurde der Z?libat mit Verweis auf Jesus spirituell verkl?rt. Doch geh?ufte Missbrauchsf?lle lassen fragen, ob die priesterliche Ehelosigkeit immer heilsam ist. Hubert Wolf stellt die umstrittene Einrichtung rigoros auf den kirchenhistorischen Prüfstand. Er erkl?rt, wie es zum Z?libat kam, warum die alten Argumente nicht mehr ziehen und welche guten Gründe es heute dagegen gibt: Ausnahmen vom Z?libat haben sich bew?hrt, der Priestermangel k?nnte behoben und die Gefahr des Missbrauchs einged?mmt werden. In einem gibt Hubert Wolf den Fürsprechern des Z?libats allerdings recht: Mit seinem Wegfall k?nnte das klerikale System mit seiner Geringsch?tzung von ?Laien? und Frauen insgesamt zur Disposition stehen. Und das w?re auch gut so.

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Bibliografie

978-3-406-74185-2

Erschienen am 18. Juli 2019

2. Auflage, 2019

190 S.

Klappenbroschur

Bibliografische Reihen

Broschur 14,95 € Kaufen
e-Book 10,99 € Kaufen
Inhalt
1. DAS TABU IST GEFALLEN
Priestermangel und Missbrauchsvorwürfe zwingen den Vatikan, über den Z?libat zu reden.

2. DIE SCHWIEGERMUTTER DES PETRUS
Der Z?libat l?sst sich biblisch nicht begründen, denn im Neuen Testament gibt es selbstverst?ndlich verheiratete Bisch?fe, Priester und Diakone.

3. Z?LIBAT IST NICHT GLEICH Z?LIBAT
Es wurde zu verschiedenen Zeiten nicht nur ganz Unterschiedliches darunter verstanden, die Vorschriften mussten immer wieder erneuert, modifiziert und gegen gro?e Widerst?nde durchgesetzt werden.

4. VORCHRISTLICHE URSPRüNGE
Die Vorstellung von der kultischen Reinheit des Priesters stammt aus der jüdischen und heidnischen Antike und ist nicht mehr zeitgem??.

5. JESUS WAR KEIN STOIKER
Das Ideal des asketischen Priesters geht auf antike Vorstellungenvon einem philosophischen Leben zurück und entspricht nicht dem Vorbild Jesu.

6. ?KONOMISCHE WURZELN
Die Ehelosigkeit stellte im Mittelalter und in der FrühenNeuzeit sicher, dass Geistliche die ihnen unterstellten Kirchengüter nicht an ihre Kinder vererben konnten.

7. FLAGGE ZEIGEN IM GLAUBENSSTREIT
Der Z?libat diente im konfessionellen Zeitalter zur Abgrenzung von den Protestanten.

8. AUCH PRIESTER HABEN MENSCHENRECHTE
Die Kritik am Z?libat als Versto? gegen die Natur radikalisierte die Z?libatsbefürworter seit der Aufkl?rung.

9. SPRUNG IN ANDERE SPH?REN
Weil andere Begründungen nicht mehr zogen, überh?hte Paul VI. den Z?libat spirituell.

10. ES GEHT AUCH OHNE Z?LIBAT
In den katholischen Ostkirchen gibt es selbstverst?ndlichverheiratete katholische Priester.

11. IMMER MEHR AUSNAHMEN
Zum Katholizismus konvertierte verheiratete evangelische und anglikanische Pfarrer empfangen mit p?pstlicher Dispens die Priesterweihe.

12. NEUES ZUR SEXUALIT?T
Seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil gilt die Ehe als Abbild des Bundes zwischen Christus und seiner Kirche und kann kein Hindernisgrund für den priesterlichen Dienst sein.

13. KEIN DOGMA
Die Lehre der katholischen Kirche erm?glicht jederzeit die Aufhebung des Z?libats.

14. GEF?HRLICHES VERSPRECHEN
Die verpfl ichtende Ehelosigkeit ist ein Risikofaktor im Hinblick auf den sexuellen Missbrauch durch Priester.

15. GüTERABW?GUNG
Vor die Wahl gestellt, dem Priestermangel abzuhelfen oder den Z?libat beizubehalten, muss sich die Kirche im Interesse der heilsnotwendigen Eucharistie gegen den nichtheilsnotwendigen Z?libat entscheiden.

16. DAS ALTE SYSTEM IST AM ENDE
Die Abschaffung des Z?libats als Instrument des Machterhalts muss Teil einer grundlegenden Reform des hierarchisch klerikalen Systems sein.

Anmerkungen
Zum Nachlesen
Personenregister
Pressestimmen

Pressestimmen

"Es gibt kein plausibles Argument mehr für die Beibehaltung des Z?libats: Das versucht die Studie von Hubert Wolf deutlich zu machen.“
Herder Korrespondenz, Erich Garhammer



"Wolf legt 16 Thesen vor – untermauert mit scharfsinnigen Argumenten jenseits von Polemik und H?me. Die zeigen, auf welch historisch wackeligen Beinen der Pflichtz?libat steht. Wolf will L?sungen diskutieren, die der Kirche Wege aus der Krise aufzeigen.“
Stuttgarter Zeitung, Martin Willy



"Vielleicht ist die l?ngst f?llige Abschaffung des Pflichtz?libats eine M?glichkeit der Katholischen Kirche, zu zeigen, dass sie immer noch lernf?hig ist. Eine Eigenschaft, die ihr auch beim Umgang mit anderen Konfessionen, mit Frauen, mit Geschiedenen und Homosexuellen helfen k?nnte.“
mdr Sachsen, Guido Erbrich



"Hubert Wolf ist nicht nur für seine wissenschaftlich fundierte Darstellung schwieriger Themen bekannt, sondern auch für seine ?flotte Schreibe‘, die seine Bücher auch für den Laien zur spannenden Lektüre machen."
Schw?bische Zeitung, Johannes Müller



"16 kompakte Thesenkapitel, historische Kontexte des Z?libats und anthropologisch-gesellschaftliche Erkenntnisse, die allesamt nahelegen, den Z?libat in seiner jetzigen verpflichtenden Koppelung an das Weltpriesteramt abzuschaffen."
Westf?lische Nachrichten?



"Ein wichtiges Buch, das hoffentlich das entsprechende Geh?r findet."
Mittelbayerische Zeitung



"Gut begründete Thesen um Z?libat, die gut dazu geeignet sind, die Debatte um dieses ?hei?e Eisen‘ zu strukturieren und zu versachlichen.“
zeitzeichen



"Mit seinem neuen Buch liefert der Kirchenhistoriker Hubert Wolf der Debatte neuen Zündstoff und Z?libatsgegnern Argumente.“
Süddeutsche Zeitung, Rudolf Neumaier



"Ein Z?libat für Priester ist aus Sicht des Theologen Hubert Wolf weder historisch noch theologisch gerechtfertigt.“
Frankfurter Rundschau, Joachim Frank



"Wolfs Buch liefert Z?libatskritikern gute Argumente.“
KNA, Christoph Arens



"Eine kompakte (…) Zusammenfassung von Ist-Zustand und Ursprüngen der Institution, wie wir sie kennen (…) für am Thema Interessierte ist Wolfs Buch ein Muss.“
ORF, Johanna Grillmayer



"Eine lehrreiche und gut lesbare Auseinandersetzung.“
Die Furche, Otto Friedrich



"Im Rückgriff auf kirchlichen Traditionen zeigt (Wolf) theologisch pr?zise auf, dass Ehe und Weihe einander nicht ausschlie?en."
Augsburger Allgemeine, Alois Knoller



"Wer in Zukunft sachlich über den Z?libat diskutieren m?chte, kommt an diesem Buch nicht vorbei.“
Kirchenbote, Susanne Haverkamp



Medien
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Bibliografische Reihen

Bibliografie

978-3-406-74185-2

Erschienen am 18. Juli 2019

2. Auflage , 2019

190 S.

Klappenbroschur

Klappenbroschur 14,95 € Kaufen
e-Book 10,99 € Kaufen

Wolf, Hubert

Zölibat

16 Thesen

Der Z?libat verpflichtet katholische Priester zur Ehelosigkeit. Trotz sexuellem Missbrauch durch Priester wird er bis heute als ein Grundpfeiler der Kirche verteidigt. Hubert Wolf zeigt dagegen, dass der Z?libat gar nicht so alt ist und es heute bereits verheiratete Priester gibt. Er hinterfragt die diversen Begründungen und findet gute Gründe dafür, den Z?libat endlich abzuschaffen. Sein kirchenhistorisch profunder, glasklar argumentierender Weckruf sollte auch im Vatikan geh?rt werden.

Die Ehelosigkeit der Priester wurde mit ihrer kultischen Reinheit begründet. Sie diente dem Schutz der Kirche vor Erbansprüchen legitimer S?hne und sp?ter zur Abgrenzung von den Protestanten. Noch von Johannes Paul II. wurde der Z?libat mit Verweis auf Jesus spirituell verkl?rt. Doch geh?ufte Missbrauchsf?lle lassen fragen, ob die priesterliche Ehelosigkeit immer heilsam ist. Hubert Wolf stellt die umstrittene Einrichtung rigoros auf den kirchenhistorischen Prüfstand. Er erkl?rt, wie es zum Z?libat kam, warum die alten Argumente nicht mehr ziehen und welche guten Gründe es heute dagegen gibt: Ausnahmen vom Z?libat haben sich bew?hrt, der Priestermangel k?nnte behoben und die Gefahr des Missbrauchs einged?mmt werden. In einem gibt Hubert Wolf den Fürsprechern des Z?libats allerdings recht: Mit seinem Wegfall k?nnte das klerikale System mit seiner Geringsch?tzung von ?Laien? und Frauen insgesamt zur Disposition stehen. Und das w?re auch gut so.
Webcode: http://www.beachntans.com/27871843

Inhalt

1. DAS TABU IST GEFALLEN
Priestermangel und Missbrauchsvorwürfe zwingen den Vatikan, über den Z?libat zu reden.

2. DIE SCHWIEGERMUTTER DES PETRUS
Der Z?libat l?sst sich biblisch nicht begründen, denn im Neuen Testament gibt es selbstverst?ndlich verheiratete Bisch?fe, Priester und Diakone.

3. Z?LIBAT IST NICHT GLEICH Z?LIBAT
Es wurde zu verschiedenen Zeiten nicht nur ganz Unterschiedliches darunter verstanden, die Vorschriften mussten immer wieder erneuert, modifiziert und gegen gro?e Widerst?nde durchgesetzt werden.

4. VORCHRISTLICHE URSPRüNGE
Die Vorstellung von der kultischen Reinheit des Priesters stammt aus der jüdischen und heidnischen Antike und ist nicht mehr zeitgem??.

5. JESUS WAR KEIN STOIKER
Das Ideal des asketischen Priesters geht auf antike Vorstellungenvon einem philosophischen Leben zurück und entspricht nicht dem Vorbild Jesu.

6. ?KONOMISCHE WURZELN
Die Ehelosigkeit stellte im Mittelalter und in der FrühenNeuzeit sicher, dass Geistliche die ihnen unterstellten Kirchengüter nicht an ihre Kinder vererben konnten.

7. FLAGGE ZEIGEN IM GLAUBENSSTREIT
Der Z?libat diente im konfessionellen Zeitalter zur Abgrenzung von den Protestanten.

8. AUCH PRIESTER HABEN MENSCHENRECHTE
Die Kritik am Z?libat als Versto? gegen die Natur radikalisierte die Z?libatsbefürworter seit der Aufkl?rung.

9. SPRUNG IN ANDERE SPH?REN
Weil andere Begründungen nicht mehr zogen, überh?hte Paul VI. den Z?libat spirituell.

10. ES GEHT AUCH OHNE Z?LIBAT
In den katholischen Ostkirchen gibt es selbstverst?ndlichverheiratete katholische Priester.

11. IMMER MEHR AUSNAHMEN
Zum Katholizismus konvertierte verheiratete evangelische und anglikanische Pfarrer empfangen mit p?pstlicher Dispens die Priesterweihe.

12. NEUES ZUR SEXUALIT?T
Seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil gilt die Ehe als Abbild des Bundes zwischen Christus und seiner Kirche und kann kein Hindernisgrund für den priesterlichen Dienst sein.

13. KEIN DOGMA
Die Lehre der katholischen Kirche erm?glicht jederzeit die Aufhebung des Z?libats.

14. GEF?HRLICHES VERSPRECHEN
Die verpfl ichtende Ehelosigkeit ist ein Risikofaktor im Hinblick auf den sexuellen Missbrauch durch Priester.

15. GüTERABW?GUNG
Vor die Wahl gestellt, dem Priestermangel abzuhelfen oder den Z?libat beizubehalten, muss sich die Kirche im Interesse der heilsnotwendigen Eucharistie gegen den nichtheilsnotwendigen Z?libat entscheiden.

16. DAS ALTE SYSTEM IST AM ENDE
Die Abschaffung des Z?libats als Instrument des Machterhalts muss Teil einer grundlegenden Reform des hierarchisch klerikalen Systems sein.

Anmerkungen
Zum Nachlesen
Personenregister

Pressestimmen

"Es gibt kein plausibles Argument mehr für die Beibehaltung des Z?libats: Das versucht die Studie von Hubert Wolf deutlich zu machen.“
Herder Korrespondenz, Erich Garhammer


"Wolf legt 16 Thesen vor – untermauert mit scharfsinnigen Argumenten jenseits von Polemik und H?me. Die zeigen, auf welch historisch wackeligen Beinen der Pflichtz?libat steht. Wolf will L?sungen diskutieren, die der Kirche Wege aus der Krise aufzeigen.“
Stuttgarter Zeitung, Martin Willy


"Vielleicht ist die l?ngst f?llige Abschaffung des Pflichtz?libats eine M?glichkeit der Katholischen Kirche, zu zeigen, dass sie immer noch lernf?hig ist. Eine Eigenschaft, die ihr auch beim Umgang mit anderen Konfessionen, mit Frauen, mit Geschiedenen und Homosexuellen helfen k?nnte.“
mdr Sachsen, Guido Erbrich


"Hubert Wolf ist nicht nur für seine wissenschaftlich fundierte Darstellung schwieriger Themen bekannt, sondern auch für seine ?flotte Schreibe‘, die seine Bücher auch für den Laien zur spannenden Lektüre machen."
Schw?bische Zeitung, Johannes Müller


"16 kompakte Thesenkapitel, historische Kontexte des Z?libats und anthropologisch-gesellschaftliche Erkenntnisse, die allesamt nahelegen, den Z?libat in seiner jetzigen verpflichtenden Koppelung an das Weltpriesteramt abzuschaffen."
Westf?lische Nachrichten?


"Ein wichtiges Buch, das hoffentlich das entsprechende Geh?r findet."
Mittelbayerische Zeitung


"Gut begründete Thesen um Z?libat, die gut dazu geeignet sind, die Debatte um dieses ?hei?e Eisen‘ zu strukturieren und zu versachlichen.“
zeitzeichen


"Mit seinem neuen Buch liefert der Kirchenhistoriker Hubert Wolf der Debatte neuen Zündstoff und Z?libatsgegnern Argumente.“
Süddeutsche Zeitung, Rudolf Neumaier


"Ein Z?libat für Priester ist aus Sicht des Theologen Hubert Wolf weder historisch noch theologisch gerechtfertigt.“
Frankfurter Rundschau, Joachim Frank


"Wolfs Buch liefert Z?libatskritikern gute Argumente.“
KNA, Christoph Arens


"Eine kompakte (…) Zusammenfassung von Ist-Zustand und Ursprüngen der Institution, wie wir sie kennen (…) für am Thema Interessierte ist Wolfs Buch ein Muss.“
ORF, Johanna Grillmayer


"Eine lehrreiche und gut lesbare Auseinandersetzung.“
Die Furche, Otto Friedrich


"Im Rückgriff auf kirchlichen Traditionen zeigt (Wolf) theologisch pr?zise auf, dass Ehe und Weihe einander nicht ausschlie?en."
Augsburger Allgemeine, Alois Knoller


"Wer in Zukunft sachlich über den Z?libat diskutieren m?chte, kommt an diesem Buch nicht vorbei.“
Kirchenbote, Susanne Haverkamp

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