Der neue Weltbestseller von Thomas Piketty

Mit dem Weltbestseller "Das Kapital im 21.Jahrhundert" hat Thomas Piketty eines der wichtigsten Bücher unserer Zeit geschrieben. Jetzt legt er mit einem gewaltigen Werk nach: Kapital und Ideologie ist eine so noch niemals geschriebene Globalgeschichte der sozialen Ungleichheit und ihrer Ursachen, eine unnachsichtige Kritik der zeitgen?ssischen Politik und zugleich der kühne Entwurf eines neuen und gerechteren ?konomischen Systems.

Sachbücher des Monats April 2020: Rang 2 -?komplette Bestenliste [buchmarkt.de]

Nichts steht geschrieben: Der Kapitalismus ist kein Naturgesetz. M?rkte, Profite und Kapital sind von Menschen gemacht. Wie sie funktionieren, h?ngt von unseren Entscheidungen ab. Das ist der zentrale Gedanke des neuen Buches von Thomas Piketty. Der berühmte ?konom erforscht darin die Entwicklungen des letzten Jahrtausends, die zu Sklaverei, Leibeigenschaft, Kolonialismus, Kommunismus, Sozialdemokratie und Hyperkapitalismus geführt und das Leben von Milliarden Menschen geformt haben. Seine welthistorische Bestandsaufnahme führt uns weit über Europa und den Westen hinaus bis nach Asien und Afrika und betrachtet die globalen Ungleichheitsregime mit all ihren ganz unterschiedlichen Ursachen und Folgen.
Doch diese eindrucksvolle Analyse ist für Thomas Piketty kein Selbstzweck. Er führt uns mit seinen weitreichenden Einsichten und Erkenntnissen hinein in die Krise der Gegenwart. Wenn wir die ?konomischen und politischen Ursachen der Ungleichheit verstanden haben, so Piketty, dann k?nnen wir die notwendigen Schritte für eine gerechtere und zukunftsf?hige Welt konkret benennen und angehen. Kapital und Ideologie ist das geniale Werk eines der wichtigsten Denker unserer Zeit, eines der Bücher, die unsere Zeit braucht. Es hilft uns nicht nur, die Welt von heute zu verstehen, sondern sie zu ver?ndern.

Aus dem Franz?sischen von André Hansen, Enrico Heinemann, Stefan Lorenzer, Ursel Sch?fer und Nastasja S. Dresler.

Thomas Piketty, geboren 1971, ist Professor an der école des hautes etudes en siences sociales in Paris.
Sein Buch Das Kapital im 21. Jahrhundert wurde in 40 Sprachen übersetzt und weltweit mehr als 2,5 Millionen Mal verkauft.

Thomas Piketty im Gespr?ch

Offizielle Webseite?mit zahlreichen Volltexten und Datenmaterial Pikettys [engl. + franz.]

"Piketty ist ein gesellschaftliches, intellektuelles und mediales Ph?nomen."

Moisés Naím, The Atlantic

Inhalt

Vorwort und Dank
Einleitung

ERSTER TEIL

UNGLEICHHEITSREGIME IN DER GESCHICHTE

Kapitel 1. Dreigliedrige Gesellschaften: trifunktionale Ungleichheit
Kapitel 2. Die europ?ischen St?ndegesellschaften: Macht und Eigentum
Kapitel 3. Die Erfindung der Eigentümergesellschaften
Kapitel 4. Die Eigentümergesellschaften: der Fall Frankreich
Kapitel 5. Die Eigentümergesellschaften: europ?ische Entwicklungswege

ZWEITER TEIL
DIE SKLAVENHALTER- UND KOLONIALGESELLSCHAFTEN

Kapitel 6. Die Sklavenhaltergesellschaften: extreme Ungleichheit
Kapitel 7. Die Kolonialgesellschaften: Vielfalt und Herrschaft
Kapitel 8. Dreigliedrige Gesellschaften und Kolonialismus: der Fall Indien
Kapitel 9. Dreigliedrige Gesellschaften und Kolonialismus: eurasische Entwicklungswege

DRITTER TEIL
DIE GROSSE TRANSFORMATION IM 20. JAHRHUNDERT

Kapitel 10. Die Krise der Eigentümergesellschaften
Kapitel 11. Die sozialdemokratischen Gesellschaften: die unvollendete Gleichheit
Kapitel 12. Kommunistische und postkommunistische Gesellschaften
Kapitel 13. Der Hyperkapitalismus: zwischen Moderne und Rückw?rtsgewandtheit

VIERTER TEIL
NEUES NACHDENKEN üBER DIE DIMENSIONEN DES POLITISCHEN KONFLIKTS

Kapitel 14. Grenze und Eigentum: die Konstruktion der Gleichheit
Kapitel 15. Brahmanische Linke: die neuen euro-amerikanischen Bruchlinien
Kapitel 16. Sozialnativismus: die postkoloniale Identit?tsfalle
Kapitel 17. Elemente eines partizipativen Sozialismus für das 21. Jahrhundert

Schlusswort
Inhaltsübersicht
Auflistung der Grafiken und Tabellen
Personenregister

Leseprobe

Einleitung

Jede menschliche Gesellschaft muss ihre Ungleichheiten rechtfertigen. Sie muss gute Gründe für sie finden, da andernfalls das gesamte politische und soziale Geb?ude einzustürzen droht. So bringt jedes Zeitalter eine Reihe kontroverser Diskurse und Ideologien hervor, um Ungleichheit in der Gestalt, in der es sie gibt oder geben sollte, zu legitimieren und wirtschaftliche, soziale und politische Regeln aufzustellen, die geeignet sind, das gesellschaftliche Ganze zu organisieren. Dieser zugleich intellektuellen, institutionellen und politischen Auseinandersetzung entspringen im Allgemeinen eine oder mehrere herrschende Erz?hlungen, auf die sich die bestehenden Ungleichheitsregime stützen.

In den heutigen Gesellschaften übernimmt diese Rolle vor allem die proprietaristische und meritokratische, den Unternehmergeist beschw?rende Erz?hlung: Die moderne Ungleichheit ist gerecht und angemessen, da sie sich aus einem frei gew?hlten Verfahren ergibt, in dem jeder nicht nur die gleichen Chancen des Marktzugangs und Eigentumserwerbs hat, sondern überdies ohne sein Zutun von dem Wohlstand profitiert, den die Reichsten akkumulieren, die folglich unternehmerischer, verdienstvoller, nützlicher als alle anderen sind. Und dadurch sind wir auch himmelweit entfernt von der Ungleichheit ?lterer Gesellschaften, die auf starren, willkürlichen und oft repressiven Statusunterschieden beruhte.

Das Problem ist, dass diese gro?e proprietaristische und meritokratische Erz?hlung, die im 19. Jahrhundert, nach dem Niedergang der St?ndegesellschaften des Ancien Régime, ihre erste Sternstunde erlebte und Ende des 20. Jahrhunderts, nach dem Zusammenbruch des Sowjetkommunismus und dem Triumph des Hyper-Kapitalismus, eine radikale Reformulierung globalen Zuschnitts erfahren hat, immer weniger tragf?hig scheint. Sie führt zu Widersprüchen, die in Europa und den Vereinigten Staaten, in Indien und Brasilien, China und Südafrika, Venezuela und dem Nahen Osten gewiss ganz unterschiedliche Formen annehmen. Gleichwohl sind diese verschiedenen, teilweise auch gekoppelten Wegverl?ufe, die einer je eigenen Geschichte entspringen, zu Beginn dieses 21. Jahrhunderts immer enger miteinander verbunden. Nur aus einer transnationalen Perspektive werden wir daher die Schwachstellen dieses Narrativs besser verstehen und die Rekonstruktion einer alternativen Erz?hlung ins Auge fassen k?nnen.

Tats?chlich sind wachsende sozio-?konomische Ungleichheiten seit den 1980er und 1990er Jahren in fast allen Teilen der Welt zu verzeichnen. In manchen F?llen haben sie so dramatische Ausma?e angenommen, dass es zusehends schwieriger wird, sie im Namen des Allgemeininteresses zu rechtfertigen. Zudem g?hnt allenthalben ein Abgrund zwischen den offiziellen meritokratischen Verlautbarungen und den Realit?ten, mit denen sich die beim Bildungs- und Reichtumserwerb benachteiligten Klassen konfrontiert sehen. Allzu oft dient der meritokratische, das Unternehmertum preisende Diskurs den Gewinnern des heutigen Wirtschaftssystems offenbar dazu, auf bequeme Weise jedes erdenkliche Ungleichheitsniveau zu rechtfertigen, ohne es überhaupt in Augenschein nehmen zu müssen, und die Verlierer ob ihres Mangels an Verdienst, Flei? und sonstigen Tugenden zu brandmarken. Diese Schuldigsprechung der ?rmsten hat es in früheren Ungleichheitsregimen, die eher die funktionale Entsprechung zwischen verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen im Auge hatten, nicht oder zumindest nicht in diesem Ausma? gegeben.

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Pressestimmen (Auswahl)

"Thomas Piketty ist dabei, der Karl Marx des 21. Jahrhunderts zu werden."
Frankfurter Allgemeine Zeitung

"Pflichtlektüre! Von Globalisierung bis Gesundheit: Die aktuelle Krise zeigt, wie richtig die Thesen des ?konomen Thomas Piketty sind."
Die Literarische WELT, Sahra Wagenknecht

"Das ist die Moral seines neuen, dicken Buches: Jede Gesellschaft versucht sich einzureden, ihre spezielle Ungerechtigkeit müsse aus guten Gründen so bestehen, aber in Wahrheit ist das gar nicht so, alles l?sst sich ?ndern. Warum tun wir es nicht?"
Der SPIEGEL, Nils Minkmar

"Nur in der Nacht der Unwissenheit sind alle Katzen grau. Thomas Piketty drückt einen Schalter, und es wird hell. Die Raubtiere strahlen in allen Gr??en und Farben."
Frankfurter Rundschau, Arno Widmann

"Kapital und Ideologie durchleuchtet tiefenscharf die Anatomie der Ungleichheit und des Privateigentums... hier zeigt sich, warum Piketty bei all seiner akademischen Bedeutung zugleich der bejubelte ?Rockstar der ?konomie‘ werden konnte."
Süddeutsche Zeitung, Andreas Zielcke

"Piketty l?sst seinen Beobachtungen konkrete, recht radikale Vorschl?ge zur Umverteilung folgen. Und stellt einmal mehr infrage, was oft als einfach folgerichtig gilt."
Der STERN

"Thomas Piketty rollt in seinem neuen Bestseller die Globalgeschichte der sozialen Ungleichheit auf. Er geht ihr auf den Grund und zeichnet den Entwurf eines neuen ?konomischen Systems."?
Kurier

"Eine brillante Geschichte und Analyse gesellschaftlicher Ungerechtigkeit."
Nürnberger Nachrichten

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